
Das Kürzel KfW steht für die 1948 gegründete "Kreditanstalt für Wiederaufbau". Im Nachkriegsdeutschland war dieser Name Programm. Galt es doch die zerstörten Städte und Industrieanlagen wiederaufzubauen. Die Mittel dafür stammten aus dem Europäischen Wiederaufbauprogramm, besser bekannt unter dem Namen "Marshallplan". Heute subventionieren Bund, Länder und Kommunen durch günstige Darlehen und Investitionszuschüsse verschiedene Programme der KfW-Förderbank. Mittlerweile fließen KfW Fördermittel im Rahmen von Klimaschutzprojekten auch in die Entwicklungsländer.
Im Inland ist der Förderungsrahmen ebenfalls breiter geworden. So werden nicht nur Häuslesbauer, sondern auch Mittelständler und Existenzgründer mit verbilligten Krediten der KfW-Mittelstandsbank gefördert. Zudem unterstützt die KfW-Förderbank Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude. Im Jahr 2008 flossen rund 14 Millionen Euro in die Bereiche Bauen, Wohnen und Energie-Sparen. Ein Schwerpunkt dabei sind die erneuerbaren Energien. Wer seine alte Ölheizung gegen einen modernen Gasbrennwertkessel oder eine Pelletheizung austauscht, kommt ebenso in den Genuss von Investitionszuschüssen, wie jene Hausbesitzer, die neue Fenster einbauen oder Sonnenkollektoren installieren. Doch egal, für welchen Zweck man die KfW Fördermittel einsetzen will, man muss sie vorher beantragen. Wer beispielsweise erst nach dem Einbau der neuen Energiesparfenster den entsprechenden Antrag stellt, geht leider leer aus.
Es gibt noch einen anderen Weg, in den Genuss der KfW Fördermittel zu kommen. Die KfW-Förderbank gewährt Darlehen und vergibt günstige Kredite, deren Zinsen deutlich unter dem marktüblichen Niveau liegen. Zudem wird im ersten Jahr noch keine Tilgung fällig. Ansonsten sind die Raten quartalsweise zu zahlen. Jedoch kann bei finanziellen Engpässen eine Tilgungspause vereinbart werden. Dabei wird nicht nur der Immobilienkauf selbst gefördert, sondern die Sanierung bestehender Objekte, die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Bei den ökologischen Förderprogrammen liegt der Zinssatz für die KfW-Kredite konkurrenzlos niedrig. Beantragen kann man diese Kredite jedoch nicht direkt bei der KfW-Förderbank. Am besten wendet man sich an das eigene Geldinstitut, das den Antrag an die KfW weiterleitet.
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